Ist das Google Nexus 7 der neue iPad-Killer?

Das iPad galt eine lange Zeit als DAS Tablet-PC-Modell der hiesigen Telekommunikations- und Unterhaltungsbranche. Mittlerweile haben jedoch einige Elektrokonzerne à la Samsung & Co. dem kalifornischen Global Player den Kampf angesagt. Selbst der Suchmaschinenriese Google zieht nun mit dem „Nexus 7“ in die Tablet-Offensive. Was das rund 200 Euro preiswerte Modell zu bieten hat, und ob es mit dem derzeitigen Appleprodukt, also mit dem iPad 3, Schritt halten kann, verraten die folgenden Zeilen.

Design
Von vorn betrachtet wirkt das Nexus 7 äußerst edel und luxuriös: Ein hauchdünner Gehäuserand, der einfallendes Licht gekonnt widerspiegelt, und das sehr klare Display des Geräts machen das Nexus 7 zum wahren Augenschmaus. Wird das Gerät jedoch in die Hand genommen, fällt schnell die plastiklastige Rückseite auf. So lässt sich das Modell zwar einigermaßen gut greifen, verliert jedoch schnell den, auf der Vorderseite angetroffenen, Glanz. Alles in allem beweist Asus, welcher als Hardwarelieferant für das Nexus 7 diente, jedoch sein Können, wobei das Gehäuse nicht so recht an die Eleganz des iPads herankommt. Optisch gesehen liegt Apple also nach wie vor vorne. Allerdings fällt das rund 20 x 12 Zentimeter große und rund 11 Millimeter flache Googlemodell wesentlich handlicher und dank des Gewichts von 300 Gramm auch um einiges mobiler als Apples Hightech-Scheibe aus.

Technik
Ausgestattet mit einem 7 Zoll großen Bildschirm, welcher mit 1.280 x 720 Pixel und über 16 Millionen Farben ausgefüllt wird, bietet das Nexus 7 einen durchaus hochwertigen Bildschirmspaß. Dennoch kommen die Farb-, Kontrast- und Reaktionswerte des IPS-Panels nicht an die Qualität des hochauflösenden Retina-Displays heran – stehen Apples Meisterwerk jedoch nur minimal und für das menschliche Auge kaum spürbar nach.
Die inneren Werte betreffend kann Google mit Apple jedoch durchaus gleichziehen. So werkelt im Innenleben des Nexus 7 ein flotter Tegra-3-Prozessor, ein 1 GB großer Arbeitsspeicher und ein leistungsstarker Akku und verleihen dem Nexus 7 schlichtweg Bestnoten.
Allerdings müssen Käufer der 8-GB-Variante mit einem recht knappen und nicht erweiterbaren Speichervolumen vorlieb nehmen. Auch eine 3G-Verbindung sucht man bei dem Nexus 7 vergeblich.

Software & Funktionen
Auf dem Google-PC lässt sich selbstverständlich auch eine Google-Software finden. Bei dem Nexus 7 handelt es sich sogar um die aktuellste Android-Lösung alias Jelly Bean (4.1). Von vorne bis hinten läuft die Software rund und beschert dem Benutzer verschwindend geringe Wartezeiten im Millisekundenumfang.
An den Seiten gibt es zudem eine Mini-USB-Büchse und einen Kopfhöreranschluss zu finden – in diesem Punkt hat die Google-Lösung dem Applemodell also etwas voraus.

Fazit
Preislich gesehen ist das Nexus 7 einfach unschlagbar. Wird jedoch ein wirklich hochwertiges Modell, samt guter Kamera (welche beim Nexus 7 gänzlich fehlt), ausladenden Speicher und mobiler Internetfunktion, gesucht, lohnt sich der Griff zum neuen Alleskönner aus Googlehausen eher weniger. Für alle Einsteiger und Gelegenheitsnutzer entpuppt sich das Preiswertmodell jedoch zum Hightechschnäppchen der Oberklasse.

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