IVF – die In-vitro-Fertilisation schafft neues Leben

IVF (In-vitro-Fertilisation) ist heute fast jedem ein Begriff, in den 60er und 70er Jahren, als diese Technik erfolgreich erforscht wurde, mag dies noch wie Science Fiction geklungen haben. Die künstliche Befruchtung an sich ist ein Wunder und wurde heiß diskutiert. Heute ist sie anerkannt und wird auch, bei entsprechenden Nachweisen der Unfruchtbarkeit, staatlich gefördert. Allen Unkenrufen zum Trotz, die wie sooft bahnbrechende Fortschritte begleiten, wurde diese Methode der künstlichen Befruchtung ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte.

Nicht jedem Paar ist das Glück gegeben, eigene Kinder zeugen zu können. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, die Verzweiflung ist dementsprechend groß. Unfruchtbarkeit ist aber ein Thema, welches weitestgehend nicht öffentlich besprochen wird, oftmals sind Scham und Schmerz dafür ein Hindernis. Dabei reicht ein Blick in den Bekanntenkreis um zu erkennen, dass dieses Problem kein seltenes ist.

Die moderne Medizin ist heute soweit, auch unfruchtbaren Paaren den Kinderwunsch erfüllen zu können. Ein Meilenstein in der Entwicklung war hierbei die IVF. Die künstliche Befruchtung im Reagenzglas ist eine sichere Methode, die Erfolgsquote ist sehr hoch. Hierbei werden Eizellen mit Spermien künstlich befruchtet und nach Teilung wieder in die Gebärmutter eingesetzt. Dabei handelt es sich, entsprechende Untersuchungen vorausgesetzt, um einen weitestgehend sehr ungefährlichen und sicheren Eingriff. Auch die Entnahme der Eizelle aus den Eierstöcken ist im Grunde genommen schon ein Routineeingriff.

Diese Methode wird dann angewendet, wenn etwa die Spermien des Mannes die Eizellen nicht erreichen können. Verantwortlich dafür kann ein Eileiterverschluss sein, ebenso wie eine zu geringe Anzahl oder zu unbewegliche Spermien. Erstmals wurde diese Methode 1978 in England durchgeführt.

In Österreich wird die IVF auch staatlich gefördert. Ein entsprechender Fond wird vom Staat Österreich zur Verfügung gestellt und ermöglicht eine finanzielle Unterstützung. Natürlich müssen entsprechende Auflagen erfüllt werden (Unfruchtbarkeit Frau und oder Mann, Altersbeschränkungen, Ehe oder aufrechte Lebensgemeinschaft, österreichische Krankenversicherung…), um diese Unterstützung erhalten zu können. Werden diese erfüllt, werden 70 % der Behandlungskosten übernommen sowie die Medikamentenkosten für 4 Behandlungsversuche. Das Kinderglück wird somit auch nicht zur Kostenfalle.

Ihre Meinung ist uns wichtig