Kann Atari mit seinem neuen Spielsystem zu seinem früheren Glanz zurückkehren?

Der ehemalige Retro-Videospielkonsolen-Gigant der 80er-Jahre Atari lanciert nun erneut eine Spiel-Strategie, von der er sich erhofft, dass sie abseits der Konkurrenz aufgestellt ist: Das soziale Glücksspiel.
Das 42 Jahre alte Unternehmen wird über ein „gesellschaftliches Glücksspiel“, das die Nutzer dazu ermutigt, ihre favorisierten Casinospiele mit Einsatz von virtuellem Geld zu spielen, auf den mobilen Spielmarkt abzielen. Atari wird außerdem seinen eigenen TV-Blog einrichten.
Ataris CEO Fred Chesnais sagte über das neue Unternehmen: „Die neue Ära von Atari ist, mit einer Verschiebung hin zu Computern und mobilen Produkten, sowie andere digitalen Medien zu starten. Das Unternehmen plant außerdem, mit Hardware-Lizenzierung, auf Spiele ausgerichteter Hardware und tragbaren Geräten fortzufahren.“
1972 von Nolan Bushnell und Ted Dabney gegründet, schnellte das Land mit unvergesslichen Spielen wie Asteroids und Pong zu Weltruhm empor. Im Jahre 1983 erfuhr das Unternehmen jedoch einen Tiefpunkt, als die Videospiel-Industrie von einem Videospiele-Crash getroffen wurde, einer Rezession der Branche, die ihren Ursprung in Nordamerika hatte. Zu der Zeit war Atari das am schnellsten wachsende Computerspiel-Unternehmen im Land gewesen, aber durch die zweijährige Durststrecke sieht man sie nun kämpfen, um zu ihrem früheren Glanz zurück zu kehren.
Heute wird die Branche von zwei Herstellern dominiert: Microsoft und Sony, deren jeweilige XBox One und Playstation 4 sich auf dem Spiel-Markt auch weiterhin großer Erfolge erfreuen. Tatsächlich wird es Atari gut tun, durch die Umsetzung tragbarer Geräte und dem „online gehen“, in die Fußstapfen seiner moderner Konkurrenten zu treten, aber einen Schritt in die Glücksspielbranche könnte ihn von den übrigen abheben.
Die modernen Konsolen von heute, wie die XBox Live, haben ihre eigenen Online-Strategien erfolgreich umgesetzt, inzwischen erweisen sich auch Online-Glücksspiele als eine stetig wachsende Branche. Allein in Europa legen Aufzeichnung nahe, dass sie nun mehr als 3 Millionen Euro machen, und das vor allem dank des Aufstiegs des mobilen Internets. Ein Besuch bei Betsson würde zum Beispiel für Smartphone und Tablets optimiert sein, während diese Seiten auf herkömmlichen Computer-Browsern aber immer noch perfekt funktionieren. Durch die Kombination dieser beiden Elemente könnte Atari tatsächlich genauso gewinnbringend sein wie seine auf Browser basierenden Pedanten.
Während Microsoft seine Benutzer nun mit Produkten wie Market Place dazu ermutigt, online zu bezahlen, können sie Preise nicht in der gleichen Weise anbieten wie Ataris potenzielle Geschäftsstrategie. Darüber hinaus hat Atari ein weiteres Ass im Ärmel – das Abzielen auf den homosexuellen Markt ab.
Videospiele werden traditionell als Domäne der jungen heterosexuellen Männer gesehen, aber Atari zielt auf den LGBT Markt ab, um seinen Kunden weitere einzigartige Verkaufsargumente zu bieten. Im vergangenen Monat lancierte das Unternehmen Pridefest, ein iOS-Spiel für den LGBT-Markt, das dieses Spätjahr auf den Markt kommen wird.
 
Es ist ein gewagtes Projekt für Atari, in einen Markt einzubrechen, der derzeit ausschließlich Smartphone-, Tablet- und PC-Anwender versorgt, aber mit einer neuen Strategie und Zielgruppe, könnten die Top drei der Branche schon bald die Top zwei werden.

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