Traumziel: Malediven

Die aus etwa 25 Atollen bestehenden Malediven liegen südwestlich des indischen Subkontinents. Vom nördlichsten Atoll Ihavahandiffulu bis zum bereits wenige Kilometer südlich des Äquators liegenden südlichsten Malediven-Atoll Addu reihen sich auf fast 900 km Länge annähernd 1200, wie auf einer Perlenkette („Mala“) aufgereihte, tropische Inseln und Inselchen im meist glasklaren Wasser des Indischen Ozeans.

Die von Korallenriffen gegen Stürme geschützten Inseln sind extrem flach. Die höchste Erhebung des Landes bemisst sich gerade einmal auf 2,4 m. Die Malediven sind deshalb von dem im Zusammenhang mit Klimaveränderungen zu beobachtenden Ansteigen des Meeresspiegels unmittelbar in dramatischer Weise betroffen. Einige Prognosen sagen den teilweisen oder sogar gänzlichen Untergang der Malediven noch für dieses Jahrhundert voraus.

Die Gesamtfläche der von insgesamt 330.000 Einwohner bewohnten Inselrepublik, die 1965 nach 269 Jahren britischer Vorherrschaft souverän geworden ist, umfasst 298 qkm, davon sind nur etwa 30 qkm Land. Mit ungefähr 130.000 Einwohnern haben etwa 35 % aller Malediver ihr Zuhause in der Hauptstadt Malé, die sich über die zu den dichtestbesiedelten Inseln der Welt zählenden Insel Malé (2 qkm) und einige kleinere, zum Teil durch Landgewinnungsmaßnahmen künstlich entstandene, Inseln auf 5,8 qkm erstreckt. Die übrige maledivische Bevölkerung lebt auf etwa 220 weiteren bewohnten Inseln, den „Local Islands“. Die „Local Islands“ sind strikt von den ungefähr 90 „Touristic Islands“ getrennt, die ausschließlich der Touristenbranche vorbehalten sind. Zu den bekanntesten Touristeninseln gehören das westlich von Malé im Rasdhoo-Atoll gelegene Kurimathi und die Nord-Malé-Atoll-Insel Meeru. Auf den „Touristic Islands“ haben Einheimische nur als Personal Zutritt. Auf den Touristeninseln (2010: 800.000 Urlauber, davon 77.000 Deutsche) wird zumeist das, eher hochpreisige, Resort-Konzept umgesetzt. Den Malediven-Gästen wird in den oft luxuriös ausgestatteten Resorts nicht nur erstklassige Unterkunft und hervorragende Küche geboten, sondern ein Gesamtpaket mit Sport, Ausflügen, Unterhaltung und Wellness. Touristen dürfen die „Local Islands“ nur mit einer besonderen Erlaubnis, zumeist als Teilnehmer von geführten Exkursionen, besuchen.

Die im 12. Jahrhundert islamisierte maledivische Gesellschaft ist durch islamische Traditionen geprägt, allerdings ohne die sonst in vielen Staaten der islamischen Welt übliche Diskriminierung der Frauen. Verfassungsrechtlich sind die Malediven, die wirtschaftlich vor allem vom Tourismus und vom Fischfang abhängen, als eine Präsidialrepublik organisiert. Der wegen seines autoritären und die Menschenrechte verletzenden Regierungsstils heftig kritisierte Präsident Mohammed Nasheed trat im Februar 2010 nach massiven Protesten aus den Reihen der Bevölkerung und der Polizei zurück. Kommissarischer Staats- und Regierungsschef ist seitdem Mohammed Waheed Hassan.

Informationen zu den Malediven:

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