Regenerative Nachverbrennung – Altbewährte Methode

In der Industrie ist man oft mit dem Problem konfrontiert, dass Gase und Stoffe freigesetzt werden, die nicht unbedingt als gesundheitsfördernd bekannt sind. In der Folge müssen sich Unternehmen damit auseinandersetzen, inwiefern die Luft gereinigt werden kann, bevor diese an die Außenwelt treten darf. An dieser Stelle bieten sich viele verschiedene Technologien, die sich vor allem durch Kosten und Kapazitäten unterscheiden. Als altbewährte Methode darf dabei die Regenerative Nachverbrennung bezeichnet werden. Doch was genau wird darunter verstanden?

Zuerst muss die kontaminierte Luft angesaugt werden. Des weiteren muss diese wiederum erhitzt werden, sodass eine Oxidation, auch Verbrennung genannt, stattfinden kann. Die Regenerative Nachverbrennung benötigt Temperaturen um die 800 Grad Celsius. Andere Verfahren benötigen weit höhere Temperaturen. Zumeist wird die Luft mit Hilfe von Gas erhitzt. Anschließend erfolgt die Umsetzung in Wasserstoff und Kohlendioxid. Das System besteht zumeist aus drei Betten. Im ersten Bett werden bei der Regenerativen Nachverbrennung die Schadstoffe oxidiert. Die anderen Bereiche dienen als Reaktorbett und Wärmespeicherbett. In weiterem Verlauf des Verfahrens wird immer wieder zwischen diesen einzelnen Betten gewechselt, bis das gewünschte Ergebnis eingetreten ist.

So stellt sich freilich an dieser Stelle vor allem die Frage nach den Vorteilen. Die Regenerative Nachverbrennung zieht niedrige Energiekosten für den jeweiligen Kunden nach sich. Des ist vor allem durch den hohen thermischen Wirkungsgrad bestimmt. Des Weiteren besticht diese Technologie durch eine lange Lebensdauer, was durch die robuste Anlagentechnik bedingt ist. Das Verfahren ist außerdem als bewährt und ausgereift angesehen und daher universell einsetzbar. Außerdem kann eine Regenerative Nachverbrennung immer und überall an geänderte Betriebsbedingungen angepasst werden.

Bei all diesen Vorteilen müssen sich freilich auch Nachteile ergeben. Diese sind vor allem in den Kapazitäten zu finden. Soll heißen, dass ein entsprechendes System relativ viel Platz in Anspruch nimmt. Deswegen wird dieses zumeist im Außenbereich installiert.

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